{"id":365,"date":"2020-06-24T12:41:05","date_gmt":"2020-06-24T10:41:05","guid":{"rendered":"https:\/\/lueneburg2030.de\/?page_id=365"},"modified":"2022-07-06T13:04:24","modified_gmt":"2022-07-06T11:04:24","slug":"gruenergiebel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lueneburg2030.de\/gruenergiebel\/","title":{"rendered":"Der Gr\u00fcne Giebel"},"content":{"rendered":"\t\t
Grundidee:<\/strong> Das Siegel \u00bbDer Gr\u00fcne Giebel\u00ab bescheinigt Produkten, Dienstleistungen und Organisationen, ihren nicht vermeidbaren CO\u2082-Aussto\u00df durch lokale Kompensationsma\u00dfnahmen ausgeglichen zu haben. Die Kompensation soll voraussichtlich \u00fcber die Umwandlung von Holz aus lokalen Agroforstsystemen in Pflanzenkohle erfolgen. Ziel ist es, den lokalen Konsum weitgehend frei von Auswirkungen auf das globale Klima zu gestalten.<\/p> Experiment:<\/strong> Es wird untersucht, ob die L\u00fcneburger:innen (Privatpersonen, Unternehmen, Institutionen) bereit sind, eine Kompensation des von ihnen mitverursachten CO\u2082-Aussto\u00dfes zu finanzieren. Als beispielhaftes Produkt wird dazu eine CO\u2082-neutrale Praline, die \u00bbKlimaline\u00ab, entwickelt. Ihre CO\u2082-Bilanz wird in Zusammenarbeit mit lokalen Landwirt:innen ausgeglichen, indem Pflanzenkohle aus Agroforstsystemen als CO\u2082-Senke genutzt wird. Diese Klimaschutzma\u00dfnahme kann auch zur direkten Kompensation von CO\u2082-Emissionen zum Einsatz kommen. Ob Angebote dieser Art in L\u00fcneburg nachgefragt werden, ist eine Frage, der im Experiment nachgegangen werden soll. Daneben wird untersucht, ob die L\u00fcneburger:innen auch ohne den Gedanken an die unmittelbare Gegenleistung einer Verbesserung der pers\u00f6nlichen CO\u2082-Bilanz in diese oder vergleichbare Formen lokaler Klimaschutzma\u00dfnahmen investieren w\u00fcrden. Nicht zuletzt braucht es Anbieter:innen, die die Klimaschutzma\u00dfnahme umsetzen. Landwirtschaftliche Betriebe k\u00f6nnten CO\u2082-Senken aus Agroforst-Pflanzenkohle-Kreisl\u00e4ufen als betriebliche Produkte etablieren, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht. Das Experiment soll kl\u00e4ren, welche weiteren Anbieter:innen solche Senken schaffen k\u00f6nnten.<\/p> Aktueller Stand:<\/strong> Die urspr\u00fcngliche Idee zum Experiment \u00bbDer Gr\u00fcne Giebel\u00ab war es, einen lokalen Ausgleich von CO\u2082-Emissionen zu erm\u00f6glichen, indem durch verschiedene bodenaufbauende Ma\u00dfnahmen auf landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen der Humusgehalt in diesen B\u00f6den erh\u00f6ht wird. Je h\u00f6her und stabiler der Humusgehalt des Bodens, desto mehr Kohlenstoff ist darin langfristig gebunden. Im Rahmen einer Reihe von vergleichenden Untersuchungen am Institut f\u00fcr \u00d6kologie der Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg wurde jedoch deutlich, dass sich die Steigerungsraten des Bodenkohlenstoffs auf lange Sicht zwar recht gut modellieren lassen, dass die Zusammenh\u00e4nge zwischen Bodenart, Bearbeitung, Klima und Wetter, Fruchtfolgen und anderen Faktoren aber sehr komplex sind. Eine eher kurzfristige, von Jahr zu Jahr vorhersagbare und bilanzierbare Berechnung der Steigerungsraten des Bodenkohlenstoffs ist aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren kaum machbar. Weil inzwischen auch von vielen Seiten angemahnt wird, dass Bodenaufbauma\u00dfnahmen – so wichtig sie f\u00fcr die Resilienz der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen grunds\u00e4tzlich sind – als Teil von CO\u2082-Kompensationsma\u00dfnahmen ungeeignet seien (vgl. z. B. dieses Positionspapier: https:\/\/www.wwf.de\/fileadmin\/fm-wwf\/Publikation…)<\/a>, r\u00fcckt nun Pflanzenkohle aus lokalen Agroforstsystemen in den Fokus des Experiments. Der aktuelle Stand hierzu sowie das weitere Vorgehen wurden bei einem ersten Treffen am 15.03.2022 mit bisher am Projekt beteiligten und weiteren Akteur:innen und Interessent:innen besprochen.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t Wer kann wie mitmachen?<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t F\u00fcr alle Interessierten bietet die WeChange-Seite https:\/\/wechange.de\/project\/der-gruene-giebel\/<\/a> ab sofort die M\u00f6glichkeit zum Austausch und zur aktiven Mitwirkung.<\/p> Der Gr\u00fcne Giebel ist ein Teilprojekt der Zukunftsstadt L\u00fcneburg 2030+<\/a> und ist im Januar 2022 in die 18-monatige Experimentphase gestartet.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t